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21. September 2010 - Savong School

Dieser Eintrag ist für uns ein besonderer. Besonders deswegen, weil zur Entstehung dieser Schule eine einzigartige Geschichte besteht.

Mr. Svay Savong (links im Bild) ist in ärmsten Verhältnissen aufgewachsen. Mit 13 Jahren hat er zum ersten Mal seine Eltern gebeten in ein buddhistisches Kloster gehen zu dürfen. Nach zwei Jahren harten Sparens und aufgrund mehrerer Empfehlungen von ländlichen Lehrern, wurde ihm mit 15 Jahren dieser Wunsch gewährt.

Für viele ärmliche kambodschanische Jungs ist dies die einzige Chance nach Bildung.

So kam es, dass er für drei Jahre die Familie verlassen konnte und seinem größten und einzigen Wunsch, dem Wunsch nach Bildung gerecht werden konnte. Im Kloster hatte er die Möglichkeit Englisch zu lernen, was später sein wichtigstes Kapital wurde.

Mit zwanzig Jahren beschloss Savong andere Menschen ebenfalls zu unterrichten. Zuerst in kleinen Gruppen im ländlichen Häuschen bei seiner Familie. Dank eines unglaublich netten Herrn, namens Duncan Stuart, konnte er mit 23 Jahren seinen Traum verwirklichen – den Bau einer Schule mit freiem Englischunterricht.

Mittlerweile werden in der Savong School über 600 Kinder in Englisch und Japanisch unterrichtet.

Natürlich versuchen auch wir uns als Englischlehrer. Eine wirklich abwechslungsreiche Angelegenheit. Es kann schon passieren, dass bis zu 50 erstsemestrige Knirpse in der Schulbank sitzen. Erstaunlicherweise ist es jedoch kaum zu unruhig, um zu unterrichten. Alle sind freiwillig da und wissen um ihr Privileg, in diese Schule gehen zu dürfen.

In den Pausen herrscht am Schulhof bei so vielen Kindern natürlich pures Leben. Schnurspringen, Tempelhüpfen oder Volleyball ist angesagt!

Für uns heißt das ein Nickerchen im Sitzen oder den Versuch zu wagen ein bisschen zu lesen (meistens macht man dann doch was mit den Kleinen…).



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